Die Kunst, Träume wahr zu machen

Aus: Peter F. Brown, "Castle of True Love"

Als ich noch ein kleines Kind war, war es eine meiner Lieblingsbeschäftigungen, mich in einen weichen, freundlichen Sessel neben dem Fenster zu kuscheln und eine Geschichte nach der anderen aus einem der vielen Märchenbücher der örtlichen Bücherei zu lesen.... Eine bestimmte Art von Geschichten beeindruckte mich am meisten: Das unauslöschliche Bild in meiner Vorstellung zeigt eine Landschaft mit einem Schloß, das am Horizont aufragt, - umgeben von weißen Wolken und gewaltigen Bäumen, mit Fahnen auf dem Dach, die im Bergwind flattern. Auf dem offenen Erker stehen ein Mann und eine Frau - ein Prinz und eine Prinzessin - lächelnd Hand in Hand. Sie haben "wahre Liebe" gefunden, ihre Geschichte geht nie zuende, denn "von nun an lebten sie glücklich zusammen...". "Das ist es, was ich will", dachte ich damals.

Ich neige zu der Ansicht, daß der Prinz und die Prinzessin nicht auf den Mauern irgendeines Schlosses standen, sondern auf ihrem eigenen "Schloß der wahren Liebe" - einer Umgebung, die ihnen Sicherheit und ein Zuhause bot....

Ich bin letztlich zu dem Schluß gekommen, daß das Schloß der wahren Liebe Stein für Stein gebaut werden muß. Das einzigartige dabei ist, daß es niemand für uns bauen kann. Es wird aus jeder liebevollen Handlung oder Äußerung, aus jedem Lächeln, jeder Umarmung, jeder Träne der Reue - jedem Gramm selbstloser Liebe errichtet, die Mann und Frau einander schenken.

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