Internet steht im Allt@g nicht im Mittelpunkt einer F@milie - oder wenn doch, dann oft genug als Streitobjekt. Die Klammer@ffen scheinen vor @llem den nicht so Internet-bew@nderten mitunter auf der Nase herumzutanzen. Am besten, wir nehmen es nicht allzu tierisch ernst und auch uns selbst nicht. Wir atmen einmal tief durch, lehnen uns zurück und nehmen uns aus dem Netz genau das, was uns paßt. Sehen Sie, schon geht es uns wieder viel besser... Alltag im Käfig der Kl@mmer@ffen
Meinen Freund aus Augsburg hatte ich schon lange nicht mehr gesehen. Als ich ihn zuletzt in einem Hotel in Baden traf, da erzählte er mir doch tatsächlich, daß er dieses Hotel mittels Internet gefunden hat. Bisher war es immer ich mit meinem zeitgeistigen Schnick-Schnack gewesen, der sich vorwerfen lassen mußte "ja sonst nichts zu tun zu haben". Als er mir dann auch noch gestand, daß er seine obligate jährliche Reise zum Europäischen Championsleague - Fußballendspiel mit dem Internet im voraus organisiert und sogar bucht, da wußte ich: die Zeiten haben sich geändert !
"Du mit Deinem Internet" hieß es auch zu Hause lange Zeit, als ich gelegentlich ( und wie mir schien, ganz unaufdringlich) vom praktischen Erfolgserlebnissen mit Hilfe des Internet berichten wollte. Papa versuchte mal wieder, sein Hobby als etwas überaus Nützliches darzustellen. Doch heute heißt es schon mal: "Dein Sohn braucht einige Informationen über Türnitz bei Mariazell für sein Sachbuchheft. Schau doch mal ins Internet und druck ihm ein paar Bilder aus !"
Türnitz, Bilder, ausdrucken ..., da bin ich jetzt offensichtlich in einer Doppelmühle gelandet:
Froh und erleichtert bin ich, daß man das erstaunliche Potential des neuen Mediums inzwischen kennt. Ich darf also kein langes Gesicht dazu machen, sonst...
Gleichzeitig kann ein Suchprojekt nach ein paar netten Fotos von Türnitz ein sehr langer Abend werden. Hätte sein Schulausflug zum Empire-State-Building oder in die Antarktis geführt - das alles wäre kein Problem gewesen, aber Türnitz...
Das Ergebnis war ein Kompromiß. Die gefundenen Fotos waren von der befürchteten Qualität: Winzig und nicht gerade Meisterwerke. Hier mußte das Grafikprogramm die größte Arbeit leisten (nach dem Mann hinter der Tastatur natürlich) und morgens um halb acht stapfte der Junior mit zwei erträglichen Fotos, die anscheinend aus Türnitz stammten und einen auffallend hübschen Rahmen hatten zu seiner Sachunterricht - Stunde...
Fazit: wer nichts wissen will, der braucht auch kein Internet. Wer aber seinen Wissensdrang noch nicht abgelegt (bzw. schon entwickelt) hat, der wird nicht mehr missen wollen, daß er mit minimalem Aufwand das Wissen dieser Welt in seinem PC holen kann.
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