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Die Sprache der Tiere
Ihr Innenleben verstehen lernen |
Die Tier-Kommunikatorin Helen Gerber aus Bern "spricht"
täglich mit zahlreichen Tieren und deren Besitzern. Was in
Europa noch wenig verbreitet ist, gehört in den USA längst
zum Alltag. Seien es scheinbar unlösbare Verhaltens- oder
Gesundheitsprobleme oder der Wunsch nach einem besseren Verständnis
für den eigenen Tiergefährten. Tier-Kommunikatorinnen
empfangen von den Tieren auf telepathischem Weg Gedanken, Gefühle,
Bilder und Farben und übersetzen diese in unsere Sprache.
Telepathische Kommunikation beruht auf dem Wissen, dass jedem
gesprochenen Wort ein Gedanke, eine Idee, ein Bild oder ein Gefühl
vorausgeht bzw. zugrunde liegt. Diese telepathischen Botschaften
bewusst wahrnehmen zu können, haben wir im Laufe unserer
Entwicklung verloren. Wir alle kommunizieren täglich telepathisch,
meistens allerdings ohne uns dessen bewusst zu sein. Die Antworten
der Tiere empfangen die Tier-Kommunikatorinnen telepathisch in
Form von Bildern, Gedanken, Gefühlen, Farben oder auch physischen
Empfindungen. Die Entfernung zwischen Kommunikatorin und Tier
ist bei der telepathischen Kommunikation Nebensache. Daher können
Gespräche zwischen der Kommunikatorin und dem Tier bzw. dem
Tierhalter per Telefon stattfinden; das Tier muss auch nicht in
der Nähe des telefonierenden Besitzers sein.
Noch keine wissenschaftlichen Beweise
Der amerikanische Journalist Arthur Myers hat sich intensiv mit
Phänomenen beschäftigt, die sich nicht wissenschaftlich
beweisen lassen, so auch mit der telepathischen Kommunikation
mit Tieren. In seinem Buch "Zwiesprache mit Tieren"
lässt er zahlreiche Animal Communicators zu Wort kommen.
Obwohl Skeptiker, versuchte Myers dem Phänomen auf den Grund
zu gehen. Myers hat zahlreiche Animal Communicators persönlich
kennengelernt und befragt: "(...) Ich begann nachzuforschen
und fand heraus, dass es Tausende von Menschen gibt, die sich
mit dieser Art der Kommunikation beschäftigen. Ausserdem
fiel mir eine bestechende Eigenheit dieses Phänomens auf:
Es sind ganz gewöhnliche Menschen und keine Spinner, die
sich auf mystische, übersinnliche Fähigkeiten berufen.
(...) Sie haben ihre Nähe zu den Tieren entdeckt und Fähigkeiten
entwickelt, in deren Bewusstsein vorzudringen. Sie haben auch
Kontakt zu anderen Wesenheiten der Natur, mit denen wir Menschen
diesen Planeten teilen: Bäume, Pflanzen, Felsen und die Erde
selbst."
Mit den Thesen von Rupert Sheldrake setzt sich sogar die Wissenschaft
auseinander. In seinem Buch "Der siebte Sinn der Tiere"
erforscht der Biochemiker die Fähigkeiten unserer Haustiere.
Sheldrake unterscheidet drei Hauptkategorien von unerklärtem
Wahrnehmungsvermögen: Die Telepathie, den Orientierungssinn
und die Vorahnung. Sheldrake legt dar, dass telepathische Kommunikation
auf tatsächlichen Verbindungen zwischen Mensch und Tier beruht,
auf sozialen Banden, welche im Laufe der gemeinsamen Entwicklung
entstanden sind: Mensch und Tier sind dabei durch sog. morphische
Felder miteinander verbunden. Sheldrake stützt seine Schlussfolgerungen
auf eigene Experimente und auf Hunderte von Geschichten, die ihm
Tierbesitzer aus vielen Ländern erzählt haben. Sheldrake
kommt ausserdem zum Schluss, dass wir viel von unseren Tieren
lernen können.
Auch Focco Huisman, ein niederländischer Tierheiler, ist
überzeugt, dass Tiere uns mehr zu sagen haben, als wir je
für möglich halten würden. In seinem Buch "Das
geheimnisvolle Band - Was wir von Tieren lernen können"
fasst er die Erkenntnisse seiner langjährigen Arbeit mit
den Tieren zusammen: "(...) In den mehr als fünfzehn
Jahren, die ich nun als paranormaler Tierheiler arbeite, habe
ich die Erfahrung gemacht, dass Tiere - auf jeden Fall unsere
Haustiere - Gefühle und Emotionen zeigen, die mit den unseren
durchaus vergleichbar sind: Freude, Traurigkeit, Eifersucht, Mutterliebe,
Vaterstolz, Angst, Wut, Übermut, Machtgelüste und so
weiter. Bein meinen aussersinnlichen Kontakten mit Tieren ist
mir ausserdem aufgefallen, dass sie ihre menschlichen Rudelgefährten
sehr treffend charakterisieren können, was auf ein gewisses
Mass an Anteilnahme und Fürsorglichkeit dem Menschen gegenüber
schliessen lässt."
Die Möglichkeit, unsere Tiere - zum Beispiel mittels telepathischer
Kommunikation - besser zu verstehen, eröffnet neue Perspektiven.
Immer mehr Menschen verspüren den Wunsch, mehr über
ihr Tier, seine Vergangenheit oder seine Ängste zu erfahren.
Situation in der Schweiz
Während die Tier-Kommunikation auf telepathischem Weg in
den USA schon seit einigen Jahren zum Alltag gehört, ist
sie in Europa noch wenig verbreitet. In der Schweiz gibt es bis
heute nur ein paar wenige Tier-Kommunikatorinnen - sowohl in Amerika
wie auch bei uns sind es vorwiegend Frauen, die sich auf diesem
Gebiet betätigen. Helen Gerber aus Bern ist seit Anfang dieses
Jahres hauptberuflich als Tier-Kommunikatorin tätig. Ihren
ersten Kontakt mit telepathischer Kommunikation hatte die Bernerin
Ende 1997. Damals drückte ihr eine Bekannte das Buch "Gespräche
mit Tieren" der Amerikanerin Penelope Smith in die Hand.
"Als ich das Buch las, wusste ich, dass sich mein Leben verändern
würde", erinnert sich die Bernerin. Kurze Zeit später,
im September 1998, reiste Helen Gerber nach Kanada, um den Grund-
und den Aufbaukurs 1 in telepathischer Kommunikation mit Tieren
bei Penelope Smith zu besuchen. "Ich hatte nur wenigen Leuten
erzählt, warum ich nach Amerika reiste", lacht sie.
Nach dem fünftägigen Grund- und Aufbaukurs 1 war Helen
bereits in der Lage, mit Tieren telepathisch zu kommunizieren.
Im Juli 1999 ging es schon wieder Richtung USA, wo Helen Gerber
den Fortgeschrittenen-Kurs für professionelle Tier-Kommunikatorinnen
bei Penelope Smith besuchte. Im November 1999 erweiterte sie ihre
Fähigkeiten in einem vierten Kurs, demjenigen für angehende
Lehrerinnen in telepathischer Kommunikation mit Tieren. Durch
ihre intensive Tätigkeit als Tier-Kommunikatorin hat Helen
Gerber ihre Fähigkeit vertiefen und Erfahrungen sammeln können.
Heute bietet Helen Gerber neben ihrer Tätigkeit als Tier-Kommunikatorin
Grund- und Aufbaukurse in telepathischer Kommunikation mit Tieren
an.
Probleme können nicht immer sofort gelöst werden
Die einzelnen Tiere sind unterschiedlich kommunikationsfreudig
und auf manche Fragen bekommt Helen Gerber auch gar keine Antwort.
"Hie und da sagen sie mir sehr wenig", berichtet die
Tier-Kommunikatorin. Oft braucht es mehrere Anläufe, um das
Problem zu erkennen. Erfahrungsgemäss teilen sich die Tiere
nicht einfach wahllos mit, sie antworten sehr oft nur auf die
gestellten Fragen. Darum ist es ganz wichtig, dass direkte und
klare Fragen gestellt werden. Ein gutes Beispiel hierfür
ist die Geschichte einer jungen Stute. Wegen Rückenproblemen
konnte das Pferd nicht geritten werden. Die Stute berichtete zwar
bereitwillig, wo sie Schmerzen spürte, doch führten
zahlreiche tierärztliche Untersuchungen zu keinem Befund.
Beim vierten Gespräch befragte Helen das Pferd zu seiner
Box, und die Stute übermittelte Helen das Bild eines nassen
und kalten Ortes - bei genauerer Untersuchung fand sich dann eine
Wasserader. Die Besitzer des Pferdes hatten sich schon fast damit
abgefunden, ihre Stute nie mehr reiten zu können. Der Stute
geht es heute sehr gut. Die Besitzer erinnerten sich auch, dass
zwei andere Pferde, die früher in dieser Box gestanden hatten,
ebenfalls mit Rückenproblemen zu kämpfen gehabt hatten.

Helen Gerber: Zwischen Mensch und Tier vermitteln |
Auf dem Weg zu einem besseren Verständnis zwischen Tier
und Mensch
Obwohl sie die körperlichen Beschwerden des Tieres spüren
kann, betont Helen Gerber ganz klar, dass sie keine Diagnostikerin
ist und weder den Tierarzt ersetzt noch sich in bereits laufende
Behandlungen einmischt. Oft hört man die Bernerin Adressen
von Personen vermitteln, die allenfalls weiterhelfen können,
so zum Beispiel von Tierkliniken, Tierärzten, Osteopathen,
Akupunkteuren oder Homöopathen. Der betreffende Tierhalter
muss schliesslich selber entscheiden, welchen Weg er einschlagen
will.
Helen Gerber sieht sich als Übersetzerin und Vermittlerin
zwischen Tier und Mensch. Ihre Arbeit soll als Unterstützung
in einem Entwicklungsprozess verstanden werden, der Tier und Mensch
einander näher bringt. Wenn wir Menschen lernen, hellhöriger
zu werden, fallen viele Verständigungsprobleme von selbst
weg. Ob mit oder ohne Telepathie - die wichtigsten Grundbedürfnisse
unserer Tiere (artgerechte Haltung, ausgewogene Ernährung,
etc.) müssen wir zu erfüllen bereit sein, wenn wir ein
tieferes Verständnis und eine bessere Kommunikation anstreben.
Ebenfalls klar ist, dass sich Probleme, zum Beispiel mit Pferden,
welche ihre Ursache in mangelnden Reitkenntnissen und unpassendem
Sattelzeug haben, nicht beheben lassen, indem man mit dem Pferd
spricht. Es kann schon mal vorkommen, dass sich ein Tierhalter
von seinem Tier die eigene Unzulänglichkeit vor Augen führen
lassen muss ...
Leider viel zu häufig wissen die Kommunikatorinnen von traurigen
Tierschicksalen zu berichten. Ein solches Beispiel finden wir
auch im Buch von Arthur Myers. Die Tier-Kommunikatorin Nancy erzählt
von einem jungen Rennpferd, das von einem Tag auf den andern keine
Rennen mehr laufen und schon gar nicht gewinnen wollte. Nancy
ging in den Stall und redete mit der Stute. Diese erzählte
ihr eine traurige Geschichte: Als Fohlen hatte man sie von der
Seite der Mutter gerissen und in einen fremden Stall gebracht.
An ihre Familie erinnerte nur noch ein alter, verschlissener Futtereimer.
Solange die Stute diesen tröstenden Eimer noch besass, "funktionierte"
sie und verdiente ihr tägliches Heu. Eines Tages aber wurde
der Stall renoviert. Man warf den alten Eimer fort und ersetzte
ihn durch einen glänzenden neuen. Damit wurde die einsame
Stute nicht fertig. Sie stand teilnahmslos im Stall und trödelte
auf der Rennbahn. Als Nancy den Grund ihrer Trauer erfuhr, erzählte
sie die Geschichte dem Eigentümer des Pferdes. Dieser holte
den alten Eimer sofort zurück. Das Pferd lebte auf und gewann
auch wieder Rennen.
Wenn wir bereit sind, uns in unsere Tiere hineinzuversetzen und
ihre Bedürfnisse und Reaktionen verstehen zu wollen, dann
würden wir wohl auch weniger "Gurus" brauchen,
die unsere Tiere oft unter grossem Stress wieder "zur Besinnung
bringen".
Barbara Fenner
Literatur
"Der siebte Sinn der Tiere", Rupert Sheldrake, Scherz
Verlag, 1999
"Zwiesprache mit Tieren", Arthur Myers, Kosmos Verlag,
2000
"Das geheimnisvolle Band", Focco Huisman, Aurum Verlag,
2000
"Gespräche mit Tieren", Penelope Smith, Verlag
Zweitausendeins, 1995
"Tiere - Gefährten auf dem Weg zur Ganzheit", Penelope
Smith, Verlag Zweitausendeins, 1998
Tier-Kommunikation in der Schweiz
Um mit einem Tier Kontakt aufnehmen zu können, müssen
die Tier-Kommunikatorinnen den Namen, die Farbe, das Alter und
die Art (und Rasse) des Tieres kennen. Ausserdem ist es sehr wichtig,
dass die Fragen möglichst direkt und genau formuliert werden.
Ziel der Tier-Kommunkatorinnen ist es, dem Tierhaltern zu vermitteln,
was ihr Tier fühlt. Eine Tier-Kommunikation ersetzt keinen
Tierarztbesuch und auch keine Reitstunde!
Kontakt: Helen Gerber, Oberbottigenweg 41, 3019 Bern,
Telefon 031 926 17 09, Telefax 031 926 19 53
Termine nach telefonischer Absprache, Kosten: ca. 80 Franken für
30 Minuten.