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Haben oder Nicht-Haben Humorvolles zum Umgang mit kleinen
Dingen Oh, wie schön! Die zerbrochene Vase! Viel zu schön, um sie wegzuwerfen! Kann man für Trockenblumen benützen. Und die Teller vom Südbahnhotel am Semmering, die stammen aus dem Jahr 1952! Die haben wir auf der Müllhalde der alten Wäscherei des Hotels gefunden und gerettet! Sogar eine Sauciere war dabei! Zwar mit Loch, aber das sieht man ja nicht, wenn sie irgendwo geschickt plaziert wird. (Aber wohin? Da hab ich doch jetzt meine Puppensammlung und das Zinngeschirr und die indischen Sachen, die Häferlsammlung und die antiquarischen Bücher!) Dann wäre da noch die alte Kleidung. Alles schon zu klein, aber ich fang doch mit der Diät an.....irgendwann. Dann sind da die schönen Teedosen und das Döschen von der ausgebrannten Kerze, das ist ja auch so hübsch. Da könnte man doch ein kleines Geschenk einpacken. Wo habe ich eigentlich die Geschenkpapiere von den letzten Geburtstagen, als ich die Geschenke vorsichtig auspackte, das Papier glättete und aufbewahrte? Ach ja, das müßte in einer der 25 Schachteln in der Garage sein. Die Bücher, die hebe ich für den Flohmarkt auf. Ja, dann muß ich noch die Spielsachen sortieren: Die, welche über Generationen vererbt werden, die, welche man verschenken könnte, die für den Kinderflohmarkt und die, welche ich schon vor Jahren in weiser Voraussicht gekauft habe, weil doch meine Schwager alle Kinder haben werden! Oder andere Freunde, vielleicht... Und alles muß schön geordnet werden, damit ich es auch finde, wenn ich es brauche. Okay, das Ordnen dauerte 5 Jahre, dann war ich noch immer nicht mit allem fertig. Und dann? Dann übersiedelte ich. Es dauerte Monate, ja, wirklich Monate, bis alles gepackt war. Ich dachte, ich würde gleich alles sortieren, damit das Auspacken und Ordnen dann besser ginge...doch zum Schluß warf ich alles nur mehr ungeordnet in Kisten, sonst müßte ich noch um eine Miete mehr bezahlen. So und noch viel schlimmer ging es mir bei jeder Übersiedelung. Und es waren 4 an der Zahl. Und jetzt habe ich die Nase voll. Ich mache "Radikale". Weg mit den Plastiksackerln, Styroportassen, Teedosen und kaputtem Geschirr. Drei von 5 Teegarnituren wurden verschenkt, als kein Platz für das Gewand meines Mannes in den Kästen war, mußten auch meine Lieblingsröcke, Lieblingskleider und was es da sonst noch an Lieblingen gab, weichen. Ich begann sogar, Möbel herzuschenken, obwohl wir ein Haus bauen, welches eingerichtet werden muß. Je mehr ich an Dingen loswerde, desto besser geht es mir. Ich gewinne Übersicht, ich denke mit leichtem Herzen an die nächste Übersiedelung, Kleidung wird eigentlich auch immer billiger, die Kinder in der Ukraine haben sich unheimlich über das Spielzeug gefreut, ich habe endlich wieder Platz in meinen Regalen (zum Beispiel für die neuen Bücher.....und CD`s...) Jetzt geht es mir besser! Ich fühle mich richtig leicht und wohl! "Mama, ich muß das Geburtstagsgeschenk für den Florian einpacken! Hast Du Geschenkpapier?" Oh, natürlich! Aber wo? In den Schachtel in der Scheune? Oh Gott! Das habe ich doch vorgestern alles verheizt! Und es ist Sonntag! Na bitte. Da haben wir´s. Man soll doch wirklich nichts wegwerfen, was man wieder brauchen kann... Oder - was meint Ihr? |
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(Periodisch hin-und hergerissen zwischen Sammlertrieb und intensiver Sehnsucht nach Befreiung!)
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