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Musik The Go - Betweens "Bright yellow, bright orange"
* * * * * .......oder ? Es sind verzweifelte Versuche mit Metaphern die
Musik der neuen Go-Betweens Platte in Worte zu kleiden. Und auch
diese Versuche können nur scheitern. Es fehlen - buchstäblich
die Worte. Das mit Pop und England kann schon stimmen. Die Go-Betweens sind Australier also irgendwie auch Engländer. 1978 trafen sich Grant McLennan und Robert Forster an der Queensland University. Das Duo gründete die Band mit 3 weiteren Musikern. Beide teilten sich Gesang, Gitarre und Bass und schreiben gemeinsam die Lieder. Forster`s Kompositionen sind die dunklen, romantischen und melancholischen, während in Mc Lennan`s Liedern immer die Sonne strahlt. Vielleicht lag es am perfekten Zusammenspiel der so unterschiedlichen Musiker oder schier an diesem riesigen Kontinent, der so weit weg zu sein scheint - abseits der schnellen Welt - in einer Zeitschleife. Wahrscheinlich ist es beides und vieles mehr, dass es den beiden seit 25 Jahren gelingt, abseits des großen Rummels eine perfekte Popplatte nach der anderen aus dem Ärmel zu schütteln. Zeitlose Musik ohne Mätzchen und Kalkül, einfach wunderschöne Melodien, welche Geschichten von den kleinen Dingen des Lebens erzählen. Das neue Werk liefert 10 perfekte Pop-Perlen, welche Geschichten
erzählen über die seltsamen Nachbarn, Tagebuchschreiber,
einsamen Buchhändlerinnen und Menschen, für die sich
die Welt zu schnell dreht. Die kleinen Dinge eben - wenn es "kleine"
Dinge überhaupt gibt. Im nächsten Titel heißt es dann: "I gotta learn
to give, I gotta learn to live" zu hören in "Crocked
Lines" geschrieben und gesungen von einem Mittvierziger.
Einzelne Titel hier rauszupicken ist unsinnig, jeder ist für
sich ein Kunstwerk. Diese Musik hat sich Hörer verdient.
Die Band sowieso - allein für den Namen. Ob sie diese kriegt,
mag bezweifelt werden. Die Musik der Go-Betweens ist so zeitlos,
dass es für sie in unserer Mediengesellschaft (fast) keinen
Platz gibt. |
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Andreas Bauer
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